Ostwärts ~ Eastwards

Our time in Amsterdam is about to end and our relocation is keeping me quite busy. Not that I would be bored otherwise, our Junikind wants to be entertained after all.

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Unsere Zeit in Amsterdam geht so langsam dem Ende zu und dementsprechend gibt es viel zu tun. Nicht das mir ansonsten langweilig wäre, unser Junikind möchte schließlich unterhalten werden.

Weihnachtsdeko

In the Netherlands the houses traditionally get decorated for Christmas after the celebration of Sinterklaas on the 5th of December, which seems late for me because in Germany we would start four weeks before Christmas. But from the 6th of December on, every house here starts to blink and shine, much like I imagine the decoration in the States.

I wonder what people in our Neighbourhood think about us? I prefer to keep the decoration pure and simple.

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In Holland wird der Weihnachtsschmuck traditionell nicht zum ersten Advent, sondern nach Sinterklaas (der hier schon am 5. Dezember vorbeikommt) ausgepackt. Aber dann geht es auch gleich richtig los. Hauptsache es blinkt und der eigene Vorgarten leuchtet heller als der der Nachbarn.

Was man dann wohl von uns denkt? Ich mag es nämlich lieber ein bischen zurückhaltender.

Sunday Market in Amsterdam

A week ago I went to the Sunday Market, a monthly arts and crafts market in Amsterdam, which is bursting with creativity. Everywhere there were beautiful handmade things to discover, often the designers themselves were sitting behind their stalls, ready for a chat. Add to that some delicious organic food and lots of sunshine and you have a perfect sunday afternoon.

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~ Buskruid ~

~ de krantenkapper (also on etsy)~

Vor einer Woche war ich beim Sunday Market, einem monatlich stattfindenden Künstlermarkt wo man die Kreativität fast mit Händen greifen kann. An jedem Stand gibt es etwas Neues zu entdecken, oft sitzen die Designer selbst hinter ihrer Auslage und zwischendurch gibt es die feinsten Dinge zu essen, alles biologisch natürlich. Wenn dann noch das Wetter mitspielt und ein letztes warmes Herbstwochenende zu bieten hat, kann der Tag eigentlich kaum besser werden.

~ Laura Amiss (also on etsy)~

~ Weldraad ~

~ American Baking Company ~

~ De Kleine Pizza Bakker ~

Wie aus einem Haus unser Zuhause wurde ~ A house that became our home

It takes a year for me to feel at home in a new house, even if it is located in the same city as the place where we lived before. Only now that I see the leaves in our garden turn yellow once again and that I can smell the chilly autumn air here for the second time I start to really feel a sense of belonging to this place.

One year ago, we had spent two weeks of frantic renovations to at least have the floors ready, so that we could move in within our extremely tight deadline. If I would have known how long it would take us to get this place into a state where we would consider it good enough, or how much work would go into it, I would have been terrified. I think J. new what this renovation would mean and I am forever grateful that he anyway went for it, especially as most of the hard work was done by him in the end.

Now that a year has passed, I know that after a long day at work I have a home to retreat to.

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Ich brauche ein Jahr um mich in einem Haus wirklich zuhause zu fühlen. Erst jetzt, wo sich die Jahreszeiten wiederholen habe ich das Gefühl, hierhin zu gehören. Die Luft riecht nach Herbst, genau wie letztes Jahr um diese Zeit, als wir unter größtem Zeitdruck unser Häuschen renovierten.

Beim Einzug waren wir froh, zumindest die Decken gestrichen und die Böden verlegt zu haben. Es folgten ein Herbst, Winter und Frühling voller Renovierungen, bis wir irgendwann im Sommer endlich entschieden, dass es jetzt gut genug ist. Schließlich wohnen wir zur Miete, so dass wir immer abwägen müssen, ob sich die Investitionen an Geld und Arbeit noch lohnen. Ich weiß nicht, ich mich dieser Aufgabe gestellt hätte, wenn ich um ihr Ausmaß gewusst hätte und bin J. umso dankbarer weil ich glaube, dass er sich sehr wohl über die Menge an Arbeit im Klaren war und weil er die schwersten Arbeiten übernommen hat.

Jetzt wo unser erstes Jahr in unserem Häuschen vergangen ist, weiß ich dass mich nach einem langen Tag auf der Arbeit ein Zuhause, ein Rückzugsort erwartet.

Offene Gärten ~ Open Garden Days

Last weekend my mum was here for a visit. We had some great quality time together and on Saturday we went to the Open Garden Days. Once a year some inner city gardens open their doors for a weekend, showing a different facette of the city center. I learned about this event a long time ago from my mum and this year we finally made it there. At first I was more interested in getting a peak into some of those monumental old merchant houses, but then I was genuinely impressed by these oases of peace in the midst of the big city rush.

We spent the whole day walking around and only managed to see half of the participating gardens. We came home dead tired and that night I dreamed of plants. Such an abundance of flowering beauty, my head was overflowing with pictures. So we decided to come back next year to visit the gardens we missed out this time.

What I liked most where the private gardens where downtown habitants keep bees and grow their own vegetables.

There were some gardens of foundations and museums as well, but they didn’t really appeal that much to me. Most of them were more parks than gardens.

~Love is the foundation~~Liebe ist das Fundament~

Also sort of public, but still intimate and beautiful were the courtyards we visited.

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Am letzten Wochenende war meine Mutter hier und zusammen haben wir die Offenen Gärten besucht. Einmal im Jahr kann man ein Wochenende lang Gärten innerhalb des Grachtengürtels also mitten in der Stadt ansehen. Meine Mutter hatte mir vor langer Zeit schon davon erzählt und dieses Jahr haben wir es endlich geschafft. Ich selbst war eigentlich mehr an den Häusern als an den Gärten interessiert, war dann aber doch beeindruckt von diesen Oasen inmitten des Großstadttrubels.

Wir waren den ganzen Samstag unterwegs und haben gerade mal die Hälfte der teilnehmenden Gärten geschafft zu besuchen. Dafür waren wir danach selbst ziemlich geschafft und ich habe nachts sogar von Blumen geträumt, um den Überfluss von Eindrücken und Bildern zu verarbeiten. Also haben wir die andere Hälfte auf nächstes Jahr verschoben.

Was mir besonders gefallen hat waren die privaten Gärten, wo Menschen wirklich in der Innenstadt Bienen halten und ihr Gemüse ziehen.

Es gab auch einige Gärten von Stiftungen und Museen, aber für meinen Geschmack waren diese zu formell angelegt, eher Parkanlagen als Gärten.

Auch öffentlich aber wunderschön fand ich die Innenhöfe mit ihren winzigen Häuschen.

In der Stadt ~ In the City

The other day we noticed that the tourist reappeared downtown. While everyone was busy making the most of their time here, we got some coffee and watched the people passing by, listening to the busy hum and feeling the sun on our cheeks. What a luxury to be able to spend the day in a slower pace then the rest and on top to get all this entertainment almost for free.

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Letztens in der Stadt waren plötzlich die Touristen wieder da. Und während alle hin und her rannten um so viel wie möglich aus ihrer Zeit hier zu machen, holten wir uns einen Kaffee und sahen dem Treiben aud den Straßen und Grachten zu. Was für ein Luxus, eine langsamere Gangart einschlagen zu können! Günstige Unterhaltung war es noch dazu.