Homemade Vanilla Extract ~ Vanilleextrakt selbstgemacht

Vanilleextrakt

Seit Jahren kaufe ich keinen Vanillezucker mehr. Irgendwann war ich in einem amerikanischen Rezept mal auf Vanilleextrakt gestoßen und mir gefällt es viel besser, damit zu würzen. Mir scheint das Aroma intensiver (vielleich weil es durch den Alkohol konserviert wird?), ich kann die Zuckermenge besser kontrollieren (oder den Zucker weglassen), es ist wunderbar einfach selber herzustellen und am Ende wahrscheinlich noch günstiger. Die Flasche von damals geht jetzt langsam zur Neige und so habe ich vor kurzem eine neue aufgesetzt. Alles was man dafür braucht sind

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5 Vanilleschoten

500ml Wodka

eine wiederverschließbare 500ml Braun/Grünglasflasche (z.B. Bierflasche mit Bügelverschluss)

2-3 Monate Zeit

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Vanilleschoten längs halbieren, mit dem Wodka in die gespülte Bierflasche geben und etwa wöchentlich schütteln. Es ist wichtig, dass die Vanilleschoten komplett mit Alkohol bedeckt sind, sonst könnten sie schimmeln. Nach zwei bis drei Monaten kann man das Vanilleextrakt verwenden, ein Teelöffel Vanilleextrakt enspricht hierbei ungefähr einem Päckchen Vanillezucker.

Dieses Mal will ich kurz vor Weinachten das Extrakt in hübsche kleine Fläschchen umfüllen. Ansonsten kann man die Vanille aber auch jahrelang (bedeckt!) in der Flasche lassen, das Extrakt wird dadurch nur immer noch besser.

{In Germany, vanilla extract is practically unknown. Instead we buy little pricy bags of vanilla sugar. A few years back though I came across a recipe for homemade vanilla extract and I’ve never looked back since. All you need is

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5 vanilla beans

500ml vodka

a reclosable 500ml amber glas bottle (to protect the content from sunlight)

2-3 months of time

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Cut vanilla beans in half, put beans and vodka into the amber glas bottle and shake every week or so. It is important that the vanilla beans are always covered by alcohol, they might go bad otherwise. After around two to three months, your vanilla extract is ready for usage.

This time around, I wand to pour the extract into pretty little bottles just before Christmas. You could just keep it in the bigger bottle and leave the (covered!) vanilla beans in it for years though, as the extract will only get better with time.}

 

Gaumenfreuden ~ From my Kitchen

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I found a cookbook at my mum’s place. The poppy seed cheesecake is delicious, even though the whole fluffyness disappeared while the cake was cooling. Somehow spongecakes never seem to work with me. Any idea what I’m doing wrong?

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Ich habe ein Kochbuch bei meiner Mutter gefunden. Der Topfen-Mohnkuchen ist himmlisch, auch wenn er nach dem Backen zusammengefallen ist. Was ist eigentlich das Geheimnis von Biskuitteigen? Mir gelingen sie so gut wie nie.

Fundstücke ~ Look what I found

Für gezielteres Einkaufen: der Kochplaner

I cannot wait for summer to begin: Sari Tunic from Two New York

But to stay realistic, summers are rather chilly around here: Featherweight Cardigan by Hanna Fettig on Ravelry

Handy for the upcoming gardening season: DIY Seed Markers on Apartment Therapy

 

 

Werktagsbrot ~ Working Day Bread

I have a new favorite bread recipe. What kept me from baking more in the past were the strict temperature and time requirements other recipes asked for. Not only did I forget more than one dough for too long or did other things keep me from performing the next step at the right moment. The timing also made it impossible for me to bake during the week, so I had to spent my precious weekend time on it.

So now here it is, my working day bread, modified from a recipe I found at the German Sourdough forum.

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Evening of the first day:

Mix

100g wheat flour

75g water

10g (wheat) storage leaven.

Mix

100g rye flour

75g water

10g (rye) storage leaven

and put both sponges at a warm place.

Morning of the second day:

Mix

100g wheat flour

80g water

1-2g fresh yeast

and put this sponge at the same warm place where the other sponges are still waiting.

Evening of the second day:

Mix

450g wheat flour

250g rye flour

20g salt

450g water

and let rest for 30 min. Now add the sponges and knead everything well. Let the dough rest for another 30  min before putting it into a big (or two regular) baking pan and wait until doubled in size.

In the preheated oven bake for 10 min at 240° (464F), 10 min at 210°C (410F) and 40 min at 180°C (356F).

Enjoy the rest of the evening.

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Ich habe ein neues Lieblingsrezept zum Brotbacken. Mein einziges Problem beim Backen mit Sauerteig war nämlich bisher das mehr oder weniger exakte Einhalten der Temperaturen und Zeitabstände. Außerdem lagen diese Abstände immer so, dass ich nie unter der Woche backen konnte und so ganze Wochenenden schon verplant waren.

Hier also nun ein Werktagsbrot, modifiziert nach einem Rezept aus dem Sauerteigforum.

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Erster Tag abends:

100g Weizenmehl

75g Wasser

10g (Weizen-)Anstellgut

vermischen.

100g Roggenmehl

75g Wasser

10g (Roggen-)Anstellgut

vermischen. Beide Sauerteige an einen warmen Ort stellen.

Zweiter Tag morgens:

100g Weizenmehl

80g Wasser

1-2g Frischhefe

vermischen und diesen Vorteig zu den Sauerteigen an einen warmen Ort stellen.

Zweiter Tag abends:

450g Weizenmehl

250g Roggenmehl

20g Salz

450g Wasser

kurz vermischen und 30 min ruhen lassen. Jetzt beide Sauerteige und den Vorteig hinzugeben, und alles gut durchkneten. Noch einmal 30 min ruhen lassen, in eine große (oder zwei kleinere) Backform geben und warten bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Brot im vorgeheizten Ofen backen: 10min bei 240°C, 10min bei 210°C, 40min bei 180°C.

Sich des Feierabends erfreuen.

Orangen-Ingwer-Marmelade – Orange Ginger Marmelade

In these cold days I depend on ginger, mostly added to my tea. But also as an ingredient for marmalade I cannot get enough of it. Some time ago, I had quite a few organic oranges almost going off and just in time I remembered this recipe, adapted from a Dutch cook book.

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1 kg oranges

150 g fresh ginger

1.2 kg cane sugar

possibly some extra pectin

Wash oranges under warm water and bring to boil in 2l of water together with ginger. Simmer for 45min, until the fruit is soft. Remove oranges and ginger, fill up water to 1.5l. and add the sugar.

Cut oranges in half, scoop pulp and pits into a cloth. Add knotted cloth back to the pot. Cut orange peel and ginger into fine stripes and give them back to the pot as well

Bring to a fast boil for 10 min and then simmer for about 30 min, until the consistency changes. Test by giving a bit of marmalade on a cold plate to check if it sets. If not, maybe the oranges did not contain enough pectin. Try adding some extra pectin.

Put warm marmalade into freshly washed jars and look forward to breakfast.

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Bei dieser Kälte ist Ingwer mein täglicher Begleiter, meistens im Tee. Aber auch als Marmeladenbestandteil macht er sich sehr gut. Und als uns vor einiger Zeit ein ganzes Netz Bioorangen zu verderben drohte, kam mir dieses Rezept wieder in den Sinn, abgewandelt aus einem holländischen Rezeptbuch.

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1 kg Orangen

150 g frischer Ingwer

1,2 kg Rohrzucker

evtl. etwas Pekting-Geliermittel

Orangen heiß abwaschen und zusammen mit dem Ingwer in 2l Wasser geben. Kurz aufkochen und dann für 45min köcheln lassen, bis die Früchte weich sind. Orangen und Ingwer herausnehmen.Das Kochwasser auf 1,5l auffüllen und den Zucker hinzufügen.

Orangen halbieren, Fruchtfleisch und Kerne in ein Abseihtuch geben. Tuch zubinden und in den Topf legen. Die Orangenschalen und den Ingwer in feine Streifen schneiden und ebenfalls wieder zurück in den Topf geben.

Die Marmelade für 10 minuten sprudelnd kochen und etwa 30 min bei schwacher Hitze ziehen lassen, bis die Konsistenz sich verändert hat. Einen Klecks Marmelade auf einen kalten Teller geben um zu prüfen, ob die Marmelade fest genug ist. Falls nicht, kann es sein dass die Orangen nicht genug Pektin enthalten. In dem Fall noch zusätzliches Geliermittel hinzufügen.

Marmelade in frisch gespülte Schraubgläser geben, ettiketieren und sich auf das nächste Frühstück freuen.